Kham Chanot ist für mich einer der ungewöhnlicheren spirituellen Orte, die ich im Isan besucht habe. Hier erwartet mich keine prachtvolle Tempelanlage voller goldener Chedis, sondern ein dichter, fast mystisch wirkender Wald.
Schon der Zugang ist besonders. Über eine mehr als 100 Meter lange Brücke gelange ich auf die bewaldete Insel. Vor dem Betreten ziehe ich meine Schuhe aus und laufe anschließend barfuß weiter.
Kham Chanot ist eng mit dem thailändischen Glauben an die Nagas verbunden. Einer alten Legende zufolge soll sich hier ein Zugang zur Unterwasserwelt befinden. Im Wald stehen der Schrein von Pu Sri Suttho sowie ein heiliger Brunnen, um den sich ebenfalls zahlreiche Geschichten und Glaubensvorstellungen ranken.
Besonders interessant finde ich die Chanot-Bäume, die der Insel ihren Namen geben. Die ungewöhnlichen Bäume erinnern an eine Mischung aus Palme und Kokospalme und sorgen zusammen mit dem dichten Grün für eine ganz eigene Atmosphäre.
Viele Thais kommen nach Kham Chanot, um zu beten und um Glück oder die Erfüllung persönlicher Wünsche zu bitten. Für mich macht gerade diese tiefe lokale Bedeutung den Besuch spannender als die eigentliche Architektur.