
Wat Rong Suea Ten: Der Blue Temple von Chiang Rai
Tiefes Blau, goldene Verzierungen und ein großer weißer Buddha: Der Wat Rong Suea Ten gehört für mich zu den ungewöhnlichsten Tempeln in Chiang Rai.

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Weißer Tempel, funkelnde Spiegel und ungewöhnliche Kunst: Im Wat Rong Khun entdecke ich eines der bekanntesten Wahrzeichen von Chiang Rai.
Aktuell ist der Wat Rong Khun täglich von 08:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Der Wat Rong Khun gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Chiang Rai. Meist wird er einfach White Temple oder Weißer Tempel genannt – und spätestens wenn ich davorstehe, ist klar warum. Fast die komplette Anlage leuchtet weiß, dazwischen funkeln unzählige kleine Spiegelstücke in der Sonne.
Dabei ist Wat Rong Khun kein jahrhundertealter Tempel. Hinter der heutigen Anlage steht der aus Chiang Rai stammende Künstler Chalermchai Kositpipat, der 1997 mit der umfassenden Neugestaltung begann. Seine Idee verbindet buddhistische Symbolik mit moderner Kunst und teilweise ziemlich ungewöhnlichen Motiven.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Weg zum weißen Ubosot. Vor der Brücke ragen zahlreiche Hände aus dem Boden. Sie stehen für menschliche Begierden und Wünsche. Der Weg über die Brücke symbolisiert dagegen das Überwinden dieses Kreislaufs auf dem Weg zur Erleuchtung.
Auch die weiße Farbe hat eine Bedeutung. Sie steht für die Reinheit Buddhas, während die kleinen Spiegel für dessen Weisheit beziehungsweise die Erleuchtung stehen. Bei Sonnenschein funkelt dadurch praktisch die gesamte Fassade.
Im Inneren wird es dann überraschend modern. Zwischen buddhistischen Darstellungen tauchen Motive aus der heutigen Welt und Popkultur auf. Genau dieser Gegensatz gefällt mir: Von außen wirkt alles fast märchenhaft, innen wird plötzlich deutlich, dass hier ein zeitgenössischer Künstler seine eigene Vorstellung eines buddhistischen Tempels umgesetzt hat.
Für mich lohnt es sich deshalb, nicht nur das bekannte Foto von der weißen Brücke zu machen. Auf dem Gelände gibt es weitere Gebäude, Skulpturen und viele kleine Details zu entdecken. Auch Werke von Chalermchai werden in einem Ausstellungsbereich gezeigt.

Möglichst früh am Morgen kommen. Wat Rong Khun gehört zu den bekanntesten Zielen in Chiang Rai und entsprechend voll kann es später werden. Außerdem lohnt es sich, näher an die Gebäude heranzugehen – viele der kleinen Spiegel, Figuren und teilweise ziemlich kuriosen Details entdecke ich erst auf den zweiten Blick.
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Natürlich kannte ich die Bilder vom Weißen Tempel schon vorher. Vor Ort haben mich aber weniger die weißen Fassaden als die vielen verrückten Details interessiert. Hände, Spiegel, buddhistische Symbolik und moderne Motive treffen hier aufeinander. Gerade diese Mischung macht Wat Rong Khun für mich viel interessanter als nur eine schöne Fotokulisse.
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