Chiang Mai gehört für mich zu den Städten in Thailand, in denen ich problemlos mehrere Tage verbringen kann. Alte Tempel, Nachtmärkte, richtig gutes Essen und die Berge direkt vor der Haustür sorgen dafür, dass mir hier eigentlich nie langweilig wird.
Ich war inzwischen mehrfach in Chiang Mai unterwegs und mag besonders die Mischung. Einen Tag laufe ich durch die Altstadt, am nächsten fahre ich hoch in die Berge – und zwischendurch gibt es natürlich Khao Soi.
Altstadt, Tempel & Doi Suthep
Die historische Altstadt von Chiang Mai ist für mich der beste Ausgangspunkt. Innerhalb der alten Stadtmauern liegen bekannte Tempel wie Wat Phra Singh und Wat Chedi Luang, aber auch jede Menge kleinere Anlagen, bei denen ich gerne spontan stehen bleibe.
Über der Stadt thront der Wat Phra That Doi Suthep. Nach den 306 Stufen der Naga-Treppe wartet oben der goldene Chedi und bei klarer Sicht ein richtig schöner Blick über Chiang Mai.
Ganz anders gefällt mir der Wat Umong. Bei meinem Besuch waren es vor allem die alten Tunnel unter der Chedi und der grüne Wald rund um die Anlage, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Nach den vielen goldenen Tempeln wirkt Wat Umong angenehm ruhig und ursprünglich.
Doi Inthanon & Mae Kampong
Chiang Mai endet für mich nicht an der Stadtgrenze. Mit 2.565 Metern ist der Doi Inthanon der höchste Berg Thailands. Königliche Pagoden, Wasserfälle und teilweise überraschend kühle Temperaturen machen den Nationalpark zu einem meiner Lieblingsausflüge rund um Chiang Mai.
Ebenfalls richtig gut gefällt mir Mae Kampong. Das kleine Bergdorf liegt rund eine Stunde außerhalb der Stadt. Holzhäuser, Cafés, ein Bach mitten im Ort und die kühle Bergluft sorgen für eine komplett andere Atmosphäre.
Allerdings ist Mae Kampong längst kein Geheimtipp mehr. Gerade am Wochenende kann es ziemlich voll werden – ich würde deshalb möglichst früh und unter der Woche hinfahren.
Märkte & Khao Soi
Am Abend gehören für mich die Märkte von Chiang Mai dazu. Streetfood, kleine Garküchen und Verkaufsstände machen schon einen einfachen Rundgang zum Abendprogramm.
Kulinarisch führt für mich sowieso kein Weg an Khao Soi vorbei. Die cremig-würzige Curry-Nudelsuppe mit knusprigen Nudeln gehört zu meinen Favoriten im Norden. Dazu kommen Sai Ua, Nam Prik Noom und jede Menge Streetfood.
Genau das mag ich an Chiang Mai: Ich brauche nicht jeden Tag eine große Sehenswürdigkeit. Manchmal reicht es mir völlig, durch die Stadt zu laufen, einen Tempel anzuschauen und anschließend irgendwo gut zu essen.
Anreise & beste Reisezeit
Chiang Mai besitzt einen internationalen Flughafen und ist von Bangkok außerdem mit Zug, Bus oder Auto erreichbar. Für Touren zu Doi Inthanon, Mae Kampong und anderen Zielen im Umland würde ich ein eigenes Fahrzeug bevorzugen.
Meine liebste Reisezeit ist November bis Februar. Dann sind die Temperaturen angenehmer und in den Bergen kann es morgens richtig frisch werden. Die heiße Jahreszeit würde ich gerade für längere Touren eher meiden.